Die häufigsten Gründe für Schulden und was Sie im Ernstfall unternehmen können

Die häufigsten Gründe für Schulden und was Sie im Ernstfall unternehmen können Schulden sind in Deutschland ein wachsendes Problem. Mehr als 6,4 Millionen Menschen gelten als verschuldet oder sogar überschuldet. Im Durchschnitt hat jeder Schuldner 34.000 Euro offene Forderungen angehäuft. Was sind die häufigsten Gründe für Schulden – und was können Sie tun, wenn Sie in der Schuldenfalle stecken?

Jobverlust, Scheidung, Ratenkredite: Die häufigsten Gründe

Dies sind die häufigsten Gründe, in die Schuldenfalle zu geraten:

  • Jobverlust: Bei Arbeitslosigkeit müssen Sie auf bis zu 40 Prozent Ihres Einkommens verzichten, bei länger andauernder Erwerbslosigkeit droht Hartz IV. Viele Ratenkredite können aufgrund des Verdienstausfalls nicht mehr bedient werden.
  • Scheidung und Trennung: Eine Scheidung ist teuer. Nach einer Trennung muss man zudem mit nur noch einem Gehalt und eventuellen Unterhaltszahlungen auskommen.
  • Der Dispo-Kredit erscheint oft als schnelle und unkomplizierte Hilfe, um finanzielle Engpässe zu überbrücken. Tatsächlich fallen allerdings horrende Zinsen an.
  • Immobilien-Finanzierung: Viele übernehmen sich bei der Finanzierung des Eigenheims und unterschätzen die monatliche finanzielle Belastung.
  • Ratenkredite: Die Waschmaschine, das Auto, die Einbauküche sind oft mit Hilfe eines Kredites gekauft. Mehrere Ratenkredite summieren sich schnell zu großen monatlichen Belastungen und sind eine der häufigsten Schuldenfallen.

Rechtzeitig professionelle Hilfe suchen

Hohe Handy-Rechnungen und Einkommensausfall wegen Krankheit sind ebenfalls häufige Gründe für Schulden. Einige Verbraucher verfallen schließlich beim Einkaufen in einen regelrechten Rausch und verlieren ihre Finanzen aus den Augen. Für den einzelnen Schuldner bedeuten die offenen Zahlungsaufforderungen nicht nur finanzielle, sondern häufig auch psychische Probleme. Merken Sie, dass die Schuldenlast drückt und die Mahnungen sich stapeln, sollten Sie rechtzeitig zur Schuldnerberatung. Holen Sie sich unbedingt frühzeitig professionelle Hilfe. Versäumen Sie es, Mahnungen zu zahlen, droht das gerichtliche Mahnverfahren und sogar die Zwangsvollstreckung. Mit Hilfe eines Schuldnerberaters können Sie einen Schuldenbereinigungsplan ausarbeiten. Außerdem lernen Sie, ein Haushaltsbuch zu führen, in dem alle Einkünfte und Ausgaben vermerkt werden. So wird ersichtlich, wie viel Spielraum tatsächlich noch für neue Kredite bleibt.

Bei Schulden: Beratung einholen

Das beste Mittel gegen Schulden besteht sicherlich darin, erst gar keine anzuhäufen. Drückt die Schuldenlast dennoch, sollten Sie unbedingt professionelle Hilfe in Anspruch nehmen und rechtzeitig eine Schuldnerberatung, wie z.B. http://www.schuldendirekthilfe.de, aufsuchen. Gemeinsam können Sie individuelle Lösungen für Ihre persönliche Schuldensituation entwickeln.

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