Ohne Netz & doppelten Boden: Trendsport „Slacklining“

Ohne Netz & doppelten Boden: Trendsport "Slacklining" Vor allem in Großstädten hat sich Slacklining rasend schnell ausgebreitet: In den meisten Parks finden sich Menschen, die zwischen zwei Bäumen auf einem Seil balancieren. Diese Entwicklung liegt nicht nur an der preiswerten Ausrüstung.

Hohe Balancekunst erforderlich

Beim Slacklining handelt es sich um eine Art Seiltanz, es unterscheidet sich jedoch in einem entscheidenden Punkt von der gewohnten Ausführung: Das Seil spannen die Sportler nicht schraff, stattdessen gibt es nach. Daher rührt auch der Name, Slackline bedeutet im Deutschen „schlaffes Seil“. Dieser Aspekt erschwert die Bewegungsabläufe enorm. Die Athleten müssen sämtliche Schwingungen mit ihrem gesamten Körper ausbalancieren. So fördern sie effektiv ihren Gleichgewichtssinn, ihre Koordination sowie ihre Konzentration. Dieses Training empfiehlt sich für alle Menschen, da all diese Eigenschaften im Alltag Anwendung finden. Besonders für Sportler wie Kletterer, Skifahrer oder Kampfsportler lohnt sich das Slacklining, da sie auf diese Weise ihre Leistungsfähigkeit in notwendigen Bereichen verbessern. Als Ausrüstung benötigen Interessierte nur ein extra dafür konzipiertes Seil sowie ein Befestigungsmechanismus, Schraubkarabiner und Flaschenzug etwa.

Vorteil des Slacklinings: vielfältige Einsatzorte

Die große Beliebtheit des Slacklining resultiert auch aus der Tatsache, dass Sportler ihr Hobby an zahlreichen Orten praktizieren können. Es bedarf nur an beiden Seiten des Seils Möglichkeiten der Befestigung. Zwei Bäume genügen, wobei sich zum Schutz der Rinde ein kleiner Teppich oder ähnliches als Polsterung empfiehlt. Das Seil sollte nur einen halben bis eineinhalb Meter über dem Boden hängen, um die Verletzungsgefahr zu minimieren. Nur Profis mit Willen zum Nervenkitzel sollten sich auf eine Highline wagen, bei der ein Sturz zu schweren körperlichen Schäden führen kann. Gefahrloses Abenteuer bietet dagegen Slacklining über ausreichend tiefem Wasser. Die Attraktivität ergibt sich aber nicht nur durch die verschiedenen Orte, sondern auch durch zahlreiche Ticks. Sportler beschränken sich nicht auf das Überqueren, sie setzen sich hin, gehen rückwärts oder drehen sich um.

Eine Trendsportart, die Freude bereitet

Vier Gründe befördern Slacklining als Trendsportart:

  • Athleten schulen Konzentration, Gleichgewichtssinn und Koordination
  • Die Ausrüstung können sie günstig erstehen
  • Das Seil kann an nahezu allen Orten gespannt werden
  • Zahlreiche Tricks bieten die Chance, das Slacklining noch spannender zu gestalten

Image: Daniel Etzold – Fotolia