Schwarzarbeit, Spesenbetrug und Krankfeiern – Ein Fall für den Wirtschaftsdetektiv

Versteckte KameraWürden Sie Schwarzarbeiter als Kriminelle bezeichnen? Fakt ist: Durch die Hinterziehung von Steuern und Abgaben entgehen dem Bund und den Ländern jährlich 30 Milliarden Euro. Geld, das der klamme Staat in Zeiten von hoher Staatsverschuldung dringend bräuchte. Auch beim Krankfeiern und bei der Spesenmanipulation gehen die Betrüger nach dem Motto „Die Zeche zahlen die Anderen“ vor. Um das zu verhindern sind ihnen Wirtschaftsdetektive auf den Fersen.

Schattenwirtschaft: Schädigend und strafbar

Niemand verbietet Ihnen die bekannte Nachbarschaftshilfe. Zur strafbaren Schwarzarbeit wird laut Legaldefinition eine Tätigkeit erst dann, wenn sie nachhaltig auf die Gewinnerzielung ausgerichtet ist. Das beginnt bereits mit einer unangemeldeten Nebenbeschäftigung und endet mit dem organisierten und großflächigen Einsatz von Schwarzarbeitern. Trotz der Androhung von jahrelangen Haftstrafen und massiven Geldstrafen gilt die kleine Beschäftigung nebenher für viele als Kavaliersdelikt. Neben der Steuerhinterziehung schädigt diese aber auch die Solidargemeinschaft der Sozialversicherungskassen, denn Beiträge werden für Rente und Co selbstverständlich nicht abgeführt. Obwohl Arbeitnehmer sich in ihren Arbeitsverträgen oft verpflichten Nebentätigkeiten anzugeben, müssen die Unternehmen die Einhaltung der Vertragsbedingungen überprüfen. Hierfür haben sich Wirtschaftsdetektive spezialisiert.

Gewiefter Betrug und perfider Psychoterror

In vielen Betrieben werden Spesenabrechnungen nur unzulänglich überprüft. Eine falsche Kilometerangabe in der Fahrtkostenabrechnung kann dabei noch einfach durch die Unternehmen selbst überprüft werden. In anderen Fällen kann die Spesenmanipulation oft nur durch professionelle Recherche, wie durch Detekteien, aufgedeckt werden. Ähnliches gilt für den Krankschreibungsbetrug. Wenn auch ärztliche Atteste keine Sicherheit mehr bieten, helfen oft nur noch die Wirtschaftsdetektive bei der Aufdeckung notorischer Schwänzer. Aber auch direkt am Arbeitsplatz kann eine Überwachung im Extremfall angebracht sein: Wenn durch Mobbing das Betriebsklima leidet, müssen betroffene Mitarbeiter unbedingt geschützt werden. Melden sich diese nicht selbst beim Vorgesetzten, wird der Psychoterror oft nicht als solcher erkannt.

Betrüger riskieren Alles

Betrüger, Mobber und Schwarzarbeiter riskieren oft mehr als eine strafrechtliche Verfolgung und ihr gutes Gewissen. Betrüger sollten sich überlegen, ob sie für zusätzliche Spesen oder einen freien Tag ihre berufliche Zukunft aufs Spiel setzen wollen, denn auch die Unternehmen rüsten im Kampf gegen Betrüger und Co auf.

Bildurheber: Matteo Groppo – Fotolia