Die Erweiterung des Wissens

Die Erweiterung des WissensMithilfe von Forschung wird das Wissen innerhalb von Wissenschaften erweitert. Dieses Wissen wird durch die Lehre weitergegeben. Die Forschung selbst geschieht durch eine methodische Suche nach immer neuen Erkenntnissen. Ebenso erfolgen eine systematische Dokumentation und eine Veröffentlichung der Funde innerhalb der Forschung durch wissenschaftliche Arbeiten. Innerhalb der Lehre hingegen werden die Grundlagen wissenschaftlichen Forschens weitergegeben, ein Überblick über das Wissen der Forschungsfelder vermittelt, sowie der Stand der Forschung vermittelt und eine Unterstützung bei der Vertiefung der einzelnen Themen wird gewährleistet. Jeder Wissenschaftler unterrichtet die Studenten auf seinem Gebiet über den aktuellen Stand der Forschung. Zu den Aufgabenbereichen eines unterrichtenden Wissenschaftlers gehört das Verfassen von Lehrbüchern, in denen die aktuellen Kenntnisse in schriftlicher Form niedergelegt sind. Auch gehört dazu die Vermittlung des Stoffes direkt an Studenten anhand von Vorlesungen, Praktika und Seminaren.

In allen Bereichen der Wissenschaftszweige gibt es Werte von Bedeutung

Das klassische Ideal der Forschung innerhalb der Wissenschaft geht auf Aristoteles zurück. Nach diesem ist das Ideal die gänzliche Neutralität der Forschung, sie sollte daher rein, autonom, werte- und voraussetzungsfrei sein. Demnach wird der Zustand angestrebt, gegenüber eigenen und ebenso fremden Thesen und Ergebnissen stets eine kritische Haltung einzunehmen. Nach der Entwicklung von Massenvernichtungswaffen, Stammzellenforschung und Gentechnik entstanden während des 20. Jahrhunderts vermehrt Fragen bezüglich der ethischen Grenzen der Wissenschaft.

Die Wissenschaft umfasst viele Wissenschaftszweige

Schon Aristoteles aus dem alten Griechenland teilte die Wissenschaft in mehrere Teilbereiche ein, die sogenannten Einzelwissenschaften. In der neuzeitlichen Aufteilung umfasste die klassische Eingliederung der Wissenschaftszweige die Teilbereiche Natur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. Mit Zunahme der Verwissenschaftlichung kamen noch Agrar-, Wirtschafts-, Ingenieurs-, Rechtswissenschaft und die Medizin hinzu. Aufgrund der Neigung zu weiteren Spezialisierungen ist die Situation gegenwärtig sehr dynamisch und kaum noch überschaubar geworden. Aus historischer Sicht sind die einzelnen Bereiche aus der Philosophie entstanden. Dabei ist die Einteilung der Wissenschaften besonders für organisatorische Zwecke und für die Ordnung von Veröffentlichungen von großer Bedeutung. Es gibt mittlerweile auch das Bestreben, übergreifende Bereiche einzubringen, um somit die Erkenntnisse von einzelnen Wissenschaften gewinnbringend miteinander zu verknüpfen.

Die Forschung ist ein wichtiger Bereich der Wissenschaft

Die Forschung beginnt grundsätzlich mit einer Fragestellung. Diese kann aufgrund früherer Forschung, einer Entdeckung oder aus dem Alltag entstehen. Als Erstes wird daraufhin die Forschungsfrage beschrieben, wodurch ein zielgerichtetes Vorgehen möglich wird. Das Forschungsproblem wird in Teilprobleme untergliedert und einzeln von meist mehreren Forschern angegangen. Sollte ein Teilproblem zufriedenstellend gelöst werden, so kommt es zu der Phase der Veröffentlichung. Das Manuskript wird dabei traditionell von dem Forscher selbst verfasst. Nach der Fertigstellung des Manuskriptes wird dieses bei Buchverlagen, wissenschaftlichen Fachzeitschriften oder Konferenzen zu einer Veröffentlichung eingereicht. Sollte das Manuskript interessant und thematisch passend sein, so kann es nach mehreren Gutachten zur Veröffentlichung kommen. Der Prozess der Forschung ist zudem geprägt von einem regen Austausch von Wissenschaftlern der gleichen Wissenschaftszweige. Auf Fachkonferenzen etwa können sich Forscher untereinander austauschen. Das Internet hingegen ist ein wichtiges Medium zum Austausch unter den Wissenschaftlern geworden. Hier können sich die Wissenschaftler in kürzester Zeit umfangreiche Informationen zusenden und empfangen. Dies erleichtert das Vorankommen innerhalb der Forschung immens.

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