So funktioniert der 3D-Druck

Ein 3D Drucker bei der ArbeitDer US-Amerikaner Chuck Hull erfand den3D-Druck 1983. Heute, 33 Jahre später, wird das Verfahren bereits seit Jahren in der Industrie genutzt, zunehmend kommen auch kostengünstigere 3D-Drucker für Privatanwender in den Handel. Grund genug, die Funktionsweise der Geräte näher zu beleuchten.  



Es gibt mehrere Druckverfahren

Das Fused Deposition Modeling (FDM) verwendet feste Ausgangsmaterialien, die durch Erhitzung formbar werden. Heiße Düsen schmelzen die Rohstoffe zu einer dickflüssigen Masse, die vom Druckkopf als sehr dünner Faden Schicht für Schicht aufgetragen wird, bis das gewünschte Objekt die fertige Form erreicht hat. Dabei muss aber jede einzelne Schicht komplett aushärten, bevor die nächste Schicht aufgetragen werden kann. Das Verfahren gilt im Vergleich zu anderen als extrem schnell und die Objekte als besonders belastbar. Nachteil: Am fertigen Objekt ist die Schichtbauweise durch eine Riffelung erkennbar.

3D-Druck mit Pulver

Zwei andere Verfahren: Selective Laser Sintering (SLS) oder Selective Laser Melting (SLM). Hier wird der Rohstoff in Pulverform Schicht für Schicht aufgetragen und mithilfe eines Lasers verschmolzen. Auch hier muss jede Schicht erst einmal komplett aushärten, bevor die nächste Pulverschicht verschmolzen werden kann.
3DP ist eine weitere Form des Pulverdrucks bei dem der 3D-Drucker das Druckpulver mit einem speziellen Bindemittel verklebt. Ob SLS, SLM oder 3DP: Statt feiner Rillen ist die Oberfläche bei diesen Druckverfahren leicht aufgeraut.

3D-Druck mit Kunstharz

Wenn Objekte gewünscht werden, die absolut glatt oder ganz besonders filigran sein sollen, bietet sich die Stereolithografie (STL oder SLA) an: Flüssiger Kunstharz wird in einem Gefäß durch UV-Licht gehärtet, um das gewünschte Objekt zu erhalten. Der Nachteil dieses Verfahrens ist jedoch, dass die Modelle mit der Zeit sichtbar altern und sich verfärben können. Außerdem sind SLT- oder SLA-Modelle nicht so robust wie zum Beispiel SLM-Objekte.

Viele Fachhändler bieten mittlerweile die unterschiedlichen Drucker, das benötigte Zubehör und Verbrauchsmaterial an. Informationen dazu finden Sie hier.


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